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Meine
Hueftoperation 2005 hatte mich ziemlich in Schraeglage gebracht
- ich hatte mein linkes Bein fast vergessen oder genauer gesagt,
ich wusste nicht mehr, zu was dieses zu gebrauchen war (fachaerztliche
Diagnose: postoperatives Neglect-Syndrom).
Deshalb entschloss ich, dass ich dringend wieder zu den Delfinen
muss.
Weil ich selbst nichts dazuverdienen kann und mein Taschengeld
ziemlich mager ist, entschieden wir uns (meine Mutter, Tante und
ich) fuer die preiswertere Variante auf der Krim. Dort gibt's
naemlich auch Delfine und Delfintherapien seit 20 Jahren.
Die Krim ist bestimmt cool, aber von russisch habe ich allerdings
null Peilung.
Am 19. August 2006 morgens ging es los und fing gleich "gut"
an.
Mitten in der Nacht (6:00) aufstehen und ohne mein geliebtes Frühstück
mit dem Auto zum Stuttgarter Hauptbahnhof.

Diesmal sagten meine Mutter und Tante: sie nehmen
weniger Gepaeck mit.
Sieht aber nicht danach aus.

Dafuer durften wir es uns in der 1.Klasse gemuetlich
machen.
Zwinker! Habe ich mit der Zugbegleiterin abgemacht...
Von
Frankfurt flogen wir mit der Ukraine Air Lines nach Simferopol.
Schon am Flughafen merkten wir die andere Kultur und dass die
Krim zum ehemaligen Russland gehoerte.
Wir freuten uns deshalb sehr, dass wir persoenlich von Hans Focker,
einem Deutschen und Chef der Aphaline, abgeholt und in unsere
schoene 3-Zimmerwohnung "auf der Basis" gebracht wurden.
Die
grosse Wohnung ist im Feriendorf direkt am Strand,
nur eine 2,50 m hohe Mauer trennt die Wohnanlage vom Meer, das
ist ideal fuer Kinder, ohne Autos, ohne Strassen. Im Basar kann
man alles kaufen, was ein Urlauberherz begehrt. Im Restaurant
gab es ein gutes Fruehstueck, mit Brot, Butter, Kaese, Wurst,
Marmelade, Muesli, allen Getraenken, die wir uns wuenschten. Wir
haetten auch alles andere haben koennen, warme Wuerstchen, Eier,
Blini's, aber das behielt ich mir fuer abends vor. Es muss ja
noch eine Steigerung geben. Zum Abendessen konnten wir uns ein
Wunschmenue bestellen. Ausgezeichnet war der russische Eintopf.
Den haben wir uns an mehreren Tagen bestellt.
Zu
meiner grossen Freude und Ueberraschung wurde mir Mascha,
18 Jahre alt, vorgestellt, die fuer mich 2 Wochen lang zustaendig
war. Sie dolmetschte fuer mich und half mir in jeder Situation,
sozusagen meine persoenliche Assistentin.
Wir haben uns bereits fuer naechstes Jahr verabredet,
in der Disco mit Schaumparty und Krimsekt um meine Volljaehrigkeit
zu feiern.........
Die
Delfintherapie verlaeuft ein wenig anders als in Florida, aber
ich fand es total passend fuer mich, da mir der Arzt bei jeder
Uebung soviel Zeit liess, bis ich bemerkt habe, was da vor sich
ging.
Am 1. Tag verstand ich das Russisch/Ukrainisch der Delfine nicht
so gut, obwohl es der Delfin "Graf" sogar mit russischen
Gesaengen versucht hat.
Trotz aller Bemühungen des Therapie-Teams wusste ich noch
nicht genau, was ich machen sollte. Das dauert halt bei mir laenger.
Am 2. Tag ging es schon besser und ich war viel lockerer, weil
Mascha mir am Nachmittag ein paar Brocken russisch beigebracht
hatte und ab dieser Zeit hatte ich viel Spass mit den Delfinen
"Graf" und "Gera" und mit Pascha, dem Arzt.

Verdammt... ist das Wasser kalt.
Von links: Mascha, Pascha der Arzt, Moritz und Roman der Delfintrainer

Riecht
etwas nach Fisch, so ein Delfinkuss.

Ob ich den wohl aus dem Wasser ziehen
kann?
In
den zwei Wochen hatte ich 8 Anwendungen mit den Delfinen.
Mascha
ist uebrigens ein Naturtalent fuer Vojta-Therapie, bei ihr wollte
ich schon am 2. Tag mitarbeiten, bei Mutter tu ich das nicht so
gerne. Ob das wohl an Mascha oder an meiner Mutter liegt?
Wir
haben keine laengeren Ausflugsfahrten unternommen, weil die eingesetzten
Fahrer fuer die therapiebeduerftigen Kinder noch etwas Schulung
benoetigen.
Mich hat es beim Schlangenlinienfahren wegen der Schlagloecher
immer ganz schoen hin und her geworfen, aber meine Mutter hielt
mich immer gut fest.
Leider konnte ich auf die Autofahrten nicht ganz verzichten, da
das Therpiezentrum ca. 20 Autominuten von der Wohnanlage entfernt
ist.
Hans Focker machte und versuchte alles, was in seiner Macht stand,
um uns den Aufenthalt so angenehm wie moeglich zu gestalten, aber
die ukrainische Mentalitaet spricht oft dagegen und es geht eben
alles nicht so schnell.
Wenn er konnte, wurde uns jeder Wunsch erfuellt.
Die
Therapie hat mir sehr gut getan und meine Mutter meint, ich schaue
aufmerksamer, bin wesentlich ruhiger geworden und habe in den
zwei Wochen meine Ticks fast vergessen.
Es ging mir einfach gut!
Die
Optik des Delfinariums entspricht nicht ganz den amerikanischen
Therapiezentren. Wenn aber der Erfolg der Therapie, die Freundlichkeit
und Erfahrung der Mitarbeiten und Therapeuten, sowie das hervorragende
Preis-Leistungsverhältnis berücksichtigt werden, ist
die Therapie bei der APHALINE KRIM AG nur zu empfehlen.
Nachdem
ich so viel von der Delfintherapie auf der Krim profitiert habe,
werde ich naechstes Jahr wieder hingehen.
Meine Mutter hat bereits einen Termin fuer 2007 bei Aphaline Krim
AG reserviert.
Wir
möchten uns nochmal bei allen bedanken fuer die gute Betreuung
und die viele Aufmerksamkeit, die uns entgegengebracht wurde.
Besonders
liebe Gruesse schicke ich an Mascha und Pascha!
Viele
Gruesse,
Euer Moritz
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